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Nichts ist so wichtig wie der Frieden

In Deutschlandradio Kultur habe ich eben ein Gedicht von einem chinesischen Autor über die aktuelle Situation in Hong Kong gehört, das mich tief berührte:

Ich zitiere frei, was mir noch im Kopf ist:

„Gestern zertrümmerte eine Kugel den Kopf eines Mannes,

Heute zertrümmerte eine Kugel das Auge eines Mädchens,

Und morgen ist eine ganze Stadt blind.“

Liebe Menschen nichts ist so wichtig wie der Frieden auf der Welt.

Ohne ihn -ohne Frieden und Nächstenliebe und Gerechtigkeit- können wir die wichtigen Projekte nicht mutig, frei und kreativ angehen. Ohne ihn wird auch die globale Klimakriese nicht zu bewältigen sein.

Leute, ich bin dann mal raus!

Bis ich Anfang Juni 2019 das Video „Die Zerstörung der CDU“ von Rezo von Anfang bis Ende gesehen habe, war mir nicht bewußt, dass wir (auf dieser Erde) nur noch knapp 8 Jahre weiter so viel CO2 emitieren dürfen, wie wir es gerade tun.

Wenn wir danach noch so weiter machen werden wir das 1,5 Grad Ziel, auf das wir uns in Paris verpflichtet haben, reissen. Dann wird der Klimawandel unumkehrbar!

Was dann passieren wird, können und werden wir dann miterleben. Ich bin darüber mehr als (sehr) besorgt.

Ich möchte mir dieses Szenario gerne in einem Gunter Emmerlich Film ansehen. Erleben möchte ich es nicht. und ich möchte auch nicht, dass meine Tochter, meine Nichten und Neffen und ihre Kinder mit den Folgen eines unumkehrbaren Klimawandel leben müssen.

Tief beeindrukt hat mich Rezos Statement am Ende seines Videos.

Es ist sein Aufruf etwas zu ändern, sein Hilferuf in einer Sprache, die viele erreicht ( heute Anfang Juni 2019, also im im ersten Monat nach der Veröffentlichung sind es 14.548.121 Aufrufe mit 1,1 Mio Likes und nur 54.067 Dislikes auf Youtube), die aber auch viele ältere Menschen nicht verstehen, oder sogar abstoßend finden.

Dieser eindringliche Aufruf („zeigt dieses Video Euren Eltern und Euren Großeltern, und unterstützt Sie bei der (Europa-)Wahl 2019 eine verantwortungsvolle Entscheidung zu treffen“) lässt mich nicht mehr los. So habe ich vor meinen Teil daran zu tun, damit ich mir und meiner Tochter später in die Augen sehen kann.

Ich habe es in den 1980ger Jahren schon gewusst: Öl und Fossile Ressourcen gehen zur Neige, Waldsterben, Smog habe ich erlebt. Das hat mir als Kind und Jugendlicher viel Angst gemacht und Sorgen bereitet.

Ich war damals von regenerativen Energien faziniert und bin es noch heute. Ich habe gelernt Wasser kann z.B. durch Sonnenlicht und elektrischen Strom in Sauerstoff und Wasserstoff aufgespalten werden. So könnte Wasserstoff zu einem transportierbaren, sauberen Energieträger gemacht werden. Das war in meinem Physikunterricht in den späten 1980gern. Ich habe dort auch gelernt wie gefährlich Radioaktivität ist. Die Halbertzeit für hochradioaktive Elemente ist so unglaublich lang. Mir war damals bereits klar, dass radioaktiver Müll für uns Menschen noch hoch problematisch werden wird.)

Jetzt 2019 ist alles noch dringender und extremer.

Weil 40 Jahre lang zwar technisch und gesellschaftlich enorme Fortschritte erzielt wurden, wir diese Fortschritte jedoch all die Jahre noch nicht konsequent zum Wohle aller, sondern immer noch (und leider immer mehr und immer mehr) zur Gewinnsteigerung einzelner einsetzten.

Wie Rezo in seinem Videostatement auffordert, den eigenen Eltern und Großeltern, das Video zu zeigen und sie zu überzeugen verantwortungsvoll zu wählen, hat mich wachgerüttelt. So möchte ich ebenfalls den mir möglichen Beitrag leisten. Damit ich wie er es in seinem Video sagte: Ich habe nicht geschwiegen – ich habe etwas getan. Leute, Ich bin raus!

Ich bin aktuell dabei mit einem Kollegen vom Forum Agile Verwaltung e.V. einen Artikel bzw. / eine Artikelserie mit dem Arbeitstitel: „Klimawandel und Agilität – Wie wir jetzt (gerade noch) gemeinsam die Welt retten können“ (UPDATE Teil 1 dieser Artikelserie ist am 17.Juli 2019 online gegangen, den zweiten Teil möchte ich im August veröffentlichen) zu schreiben.

Ich hoffe wir schaffen den Wandel und ich schließe mich den ambitonierten Forderungen der FridaysforFuture Bewegung für Deutschland an (hierhin kopiert am Donnerstag 20. Juni 2019):

Einhaltung der Ziele des Pariser Abkommens und des 1,5°C-Ziels

Fridays For Future fordert die Einhaltung der Ziele des Pariser Abkommens und des 1,5°C-Ziels. Explizit fordern wir für Deutschland:

  • Nettonull 2035 erreichen
  • Kohleausstieg bis 2030
  • 100% erneuerbare Energieversorgung bis 2035

Entscheidend für die Einhaltung des 1,5°C-Ziels ist, die Treibhausgasemissionen so schnell wie möglich stark zu reduzieren. Deshalb fordern wir bis Ende 2019:

  • Das Ende der Subventionen für fossile Energieträger
  • 1/4 der Kohlekraft abschalten
  • Eine Steuer auf alle Treibhausgasemissionen. Der Preis für den Ausstoß von Treibhausgasen muss schnell so hoch werden wie die Kosten, die dadurch uns und zukünftigen Generationen entstehen. Laut UBA sind das 180€ pro Tonne CO2

Frühlingsblumentischkonversationen.

FrühlingsblumentischconversationenWiedereinmal Samstag um die Mittagszeit. Ich höre die Sendung Breitband im Deutschlandradio Kultur und schaue mir dabei Fotos auf meinem Smartphone an. Ich habe Spaß daran sie zu bearbeiten und neu zusammenzustellen und beim #schönermachen meiner Bilder.

Ich bin sehr dankbar über die schönen Blumen und dass ab und an – neben der klaren Wintersonne und dem Schneetreiben – schon ein Hauch von Frühling in der Stadt zu spüren ist. Und ich bin dankbar über die Konversationen, die am Tisch mit den Frühlingsblumen und drum herum stattfanden und stattfinden.

Ich denke beim Bilderbearbeiten und Radio hören an diesen Blog – in dem ich schon länger nichts veröffentlicht habe – und an den Grund, warum ich ihn eigentlich gestartet habe:

„Ursprünglich wollte ich einen Fotoblog erstellen und die schönen Bilder die ich mache veröffentlichen und Teilen.“

Die Domain war bereit, das Blog fertig eingerichtet. Nur konnte ich mich lange Zeit nicht entscheiden, welche der vielen Foto ich teilen wollte.

Mein erster Blogbeitrag war dann ein politischer Blogbeitrag, garniert mit einem Bild, dass ich von wartenden Journalisten aufgenommen hatte. Herr Altmaier (damals Minister für Umwelt und Reaktorsicherheit) hat mir auf die Frage nach dem weitern Vorgehen mit dem Atommüllendlager Asse bisher nicht geantwortet. Er war übergangsweise nach Herrn Schäuble dann Minister für Finanzen. Er ist inwischen in ein anderes Ministerium gezogen. Vielleicht wird Herr Altmaier mir ja jetzt als Bundesminister für Wirtschaft und Energie antworten?!

Bis dahin bleibt mir auf den (nächsten) Frühlingsanfang zu warten und mich über die Frühlingsblumentischkonversationen zu freuen.

Eine Angst geht um in Europa; die braune Soße


Samstag um die Mittagszeit höre ich beim Kochen („brauner“ Nudelsoße) ein Interview mit einem Regisseur des Maxim Gorki Theaters auf Deutschlandradio Kultur. Es geht um die Angst ums eigene Leben und das Leben der türkischen und der türkischstämmigen Bürger, wenn sie ihre Meinung sagen und Stellung beziehen. Sie haben Angst vor ihrem selbstgewählten Präsidenten Erdogan.

Ich bin schockiert und betroffen, verstört, ich fühle mich hilflos. Das was derzeit in der Türkei passiert erinnert mich sehr stark – erinnert mich extrem stark- an die Gleichschaltung kurz nach der Machtergreifung Adolf Hitlers im Frühjar 1933.

Und was machen wir Menschen und Bürger in Europa? Schweigen? Schweigend den Kopf schütteln, wegsehen, schon wieder wegsehen?!

Wir müssen etwas sagen, Stellung beziehen, etwas machen. Ich denke wir müssen etwas tun. Wir müssen zeigen, was wir aus (unserer) deutschen Geschichte etwas gelernt haben!

Wir müssen alle Stellung Beziehen und etwas gehen die braune Soße tun, egal in welchem Land und in welchem Kontext sie sich bildet, entsteht und zeigt.

Volksentscheid Fahrrad Gesetz oder eben mal die Welt retten.

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DIE ZEIT ist fast abgelaufen am Freitag, den 10.6.2017 müssen die unterschriebenen Listen für den Antrag auf das Volksbegehren zum Berliner Senat gebracht werden.

Wie schon öfter beziehe ich -in letzter Minute- Stellung und engagiere mich. Ich hatte mir schon länger vorgenommen selbst zu unterschreiben und Unterschriften bei meinen Kollegen zu sammeln. Das Überzeugen und Anstoßen von Veränderungen in der Gesellschaft ist wichtig .

Ich denke Fahrradfahren ist besser für Mensch und Umwelt als Autofahren 🚘. Und deswegen sollte meiner Meinung nach mehr Geld und Ressourcen in den Ausbau der Fahhradinfrastuktur investiert werden.

Eben mal die Welt 🌍 retten?!

Hier geht es zum HERUNTERLADEN der UNTERSCHRIFTENLISTEN für den Antrag auf das Volksbegehren RadG in Berlin.

Was ist ein Agile Coach – eine Rollenberschreibung

Verantwortung

Als Agile Coach arbeite ich bei XXX, in den jeweiligen Produktentwicklungsbereichen, in den Entwicklungsteams und darüber hinaus in den Schnittstellenbereichen.

Als Agiler Coach bin ich Mentor, Coach und Trainer für die Agile Werte , –Prinzipien & – Praktiken und helfe den Teams (und ganz XXX) dabei den Nutzen aus diesen zu ziehen.

Ich lebe und praktiziere die „Haltung“ der XXX Agile Coaches.

Ich reflektiere sowohl mein eigenes Handeln, wie auch das Handeln der mir anvertrauten Teams regelmäßig und lebe „Inspekt und Adapt“.

Aufgaben (in den Teams und Bereichen und bei XXX)

Ich vermittle den Nutzen der Agiler Werte, Prinzipien und Praktiken für XXX.

Ich befähige und führe die Teams zur Selbstorganisation/Selbststeuerung.

Ich mache Hindernisse und Blockaden (sog. Impediments) sichtbar und helfe bei deren Lösung.

Ich bin vertrauensvoller Ansprechpartner für alle am Produktentstehungsprozeß beteiligten, Personen und Rollen.

Ich helfe und unterstütze aktiv bei Veränderungsprozeßen innerhalb der Organisation und in den Teams. Ich moderiere und sorge dafür, dass alle an der Veränderung beteiligten Personen und Rollen gehört und deren Interessen ausbalanciert werden.

Rechte

Ich habe die Rückendeckung und das Mandat von allen Beteiligten (Geschäftsleitung, XXX, (Scrum- o. Kanban-) Teams, Transitionsteam,  Produktentwicklungsorganisation)

Ich habe das Recht und die Pflicht kritische Fragen zu stellen.

Ich habe das Recht an jeden einzelnen zu Glauben !

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Ludger, 18.3.2015, cc-by-sa

Orange für die Ukraine und die Ukrainer

Freitagmorgen, 21. Februar 2014 vor dem Aufstehen höre ich Radio unter anderem mehrere erschreckende Nachrichtenberichte über die Situation auf dem Maidan in Kiew und im Westen der Ukraine.

Vor der Ukrainischen Botschaft in Berlin stehen Blumen und Kerzen für die Toten auf dem Maidan, Bild vom 20. März 2014

Im Deutschlandradio Kultur brachten sie einen Beitrag über die Alternative Botschaft der Ukraine. Gegenüber der Ukrainischen Botschaft in Berlin im Foyer der Heinrich Böll Stiftung wird von einigen Ukrainern seit Ende November die Alternative Botschaft der Ukraine betrieben.

Ergänzung vom 22.3.2014: Inzwischen ist sehr viel passiert, die Krim gehört jetzt zu Russland, es ist kein Krieg ausgebrochen und ich hoffe, die Situation wird nicht weiter eskalieren.

Ich spreche mit vielen Kollegen und Freunden, nicht wenige davon sind selbst aus Russland oder der Ukraine und haben Freunde und Verwandte auf der Krim oder in der Westukraine. Viele teilen meine Sorgen.

Letztendlich sind wir alle Menschen, und ich denke wirklich die allermeisten Menschen wollen friedlich zusammenleben. Ich denke, es muss um die Menschen gehen und ich hoffe, dass sie sich gegen die Machtinteressen von großen übermächtigen Staaten, Staatenbünden, Einzelpersonen oder starken Lobbygruppen zusammentun und eine gesundes und tragfähiges Zusammenleben miteinander erreichen.

Ich wünsche mir keine Toten und kein Leid aufgrund einzelner Machtinteressen.

Ergänzung 25.3.2014: Aktuelle Berichte des Deutschlandfunk findet man hier.

wer lebt, stoert!

wer lebt stört

Treptow, Samstags am 11.1.2014 um die Mittagszeit, am Wendepunkt meiner aktuellen Lieblingslaufstrecke steht dieses Gitter. Heute halte ich -wie so oft- an, verschnaufe kurz und freue mich über den strahlenden Sonnenschein. Mein Blick fällt auf einen Aufkleber, der schon sehr lange dort klebt, den ich aber heute zum ersten Mal bemerke und ich muss schmunzeln und freue mich über diese neue Entdeckung:

Wer lebt stört!

Beim weiter Laufen auf meiner Tour zurück durch den Sonnenschein, denke ich über meine neue Entdeckung noch länger nach und denke:

Wer lebt stört! Na dann störe ich doch gern, sehr gern!

Unterschriften zum Volksbegehren Tempelhofer Feld fehlen noch

Es fehlen noch einige Unterschriften, um das Volksbegehren zur Zukunft des Tempelhofer Feldes durchführen zu können.

Ich unterschreibe, weil mir eine öffentliche und politische Disskussion über die Zukunft des Tempelhofer Feldes wichtig ist.

Ich möchte gerne, das sich alle Berliner Bürger über die Zukunft des Feldes Gedanken machen und durch ihre Disskussion(en) mitentscheiden und politische Disskussionen in Gang gebracht werden.

Die Entscheidung darf -denke ich- nicht kleinen, aber schlagkräftigen Lobbygruppen oder dem „Berliner Sumpf“ überlassen werden. Ich bin für Transparenz und eine breite öffentliche Disskussion, die Aussereinandersetzung und den verantwortungsvollen Umgang mit unserem Gemeingut.

Und ich finde es nicht nachhaltig, wenn (unser) Berliner-Allgemeingut (die „Allmende„) oder auch das Tafelsilber Berlins wie Wohungsbaugesellschaften, Wasserwerke oder Elektrititätswerke verkauft und privatisiert werden.